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Im Rassestandard der Maine Coons sind alle Farben und Zeichnungen erlaubt, ausgenommen Chocolate, Lilac, Cinnamon und Point-Zeichnungen.

Die Bezeichnungen der Fellfarben wirken für viele Menschen sehr verwirrend.
Letztendlich ist es aber gar nicht so schwer.
 

Die Farbbezeichnung gibt uns Auskunft über

1. die Grundfarbe oder Grundfarben der Katze
2. das Fellmuster oder die Abwesenheit desselben
3. ob die Katze weiße Fellpartien hat oder nicht
4. über verschiedene Modifikationen der Grundfarben (Verdünnung, Silber)

1. Man muss sich zunächst daran gewöhnen, dass alle Bezeichnungen englisch sind. Die schwarze Katze wird also black und die rote red genannt. Damit haben wir auch schon die Grundfarben.

2. Neben der Farbe enthält die Bezeichnung auch einen Hinweis auf das Fellmuster – so es denn eines gibt.
Gibt es ein Fellmuster, so handelt es sich um eine agouti-Katze, gibt es keines, ist es eine non-agouti-Katze.
Agouti ist wildfarben, d.h. die Katze trägt ein tabby-Muster, das z.B. getigert (mackerel) oder geringelt (classic) ist.
Trägt die Katze kein Muster, ist also non-agouti, bleibt die Farbe allein stehen oder es wird ein "solid" hinzugefügt. Eine einfach schwarze Katze heißt dann also "black" oder "black solid".

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3. Dann gibt es noch weiß, das in Verbindung mit jeder Farbe auftreten kann.
White kann in verschiedenen Ausdehnungen von "nur weiße Pfoten" über "Pfoten, Beine, Bauch und Latz sind weiß" bis hin zu den High-Whites oder Harlekin (mehr weiß als Farbe) und auch ganz weißen Katzen auftreten.
(Eine Anmerkung zu den ganz Weißen: Das Gen, das die weiße Fellfarbe bedingt, ist verknüpft mit dem Gehör. Daher sind ganz weiße Katzen häufig schwerhörig oder taub).
Die Farbbezeichnung der Katze enthält zwar den Hinweis, ob white vorhanden ist oder nicht, aber nicht in welchem Ausmaß, z.B. black-white ist eine schwarze Katze, die vielleicht nur weiße Pfötchen hat oder aber auch zu einem Drittel und mehr weiß ist

4. Dann gibt es verschiedene Modifikationen der Grundfarben.

Zum einen ist das die Verdünnung, d.h. durch bestimmte Gene wird hervorgerufen, dass die Grundfarbe verdünnt in Erscheinung tritt. Dadurch wird black zu blue und red zu creme.

Zum anderen gibt es das Silber.
Silver ist keine Farbe an sich, sondern tritt mit einer Farbe auf, d.h. es gibt black-silver-tabbys, red-silver-tabbys oder mit Verdünnung blue-silver-tabbys und creme-silver-tabbys.
Bei den non-agouti-Katzen wird das silver smoke genannt. Hier gibt es dann black-smokes, red-smokes, blue-smokes und creme-smokes.

Silver entsteht dadurch, dass der Haarschaft im unteren Teil hohl ist (erscheint aber weiß) und nur der obere Teil in der jeweiligen Fellfarbe gefärbt ist. Wenn man bei einer silver-Katze das Haar "umklappt", sieht man darunter nur weiß.
Es gibt unterschiedliche Abstufungen des silvers, die dann auch wieder unterschiedliche Bezeichnungen tragen.
Ein "shaded" ist z.B. eine Katze, die einen sehr hohen silver-Anteil hat, so dass nur noch die Spitze des Haarschafts Farbe trägt.



Nun können die Fellfarben auch noch zusammen auftreten, d.h. die Katze ist schwarz und rot gefleckt. Das wird tortie genannt. Bei einer agouti Katze, die ja die Bezeichung tabby trägt würde das dann tortie-tabby heißen und diese beiden Begriffe wurden zu torbie zusammengekürzt, so dass gefleckte agouti Katzen also black-torbie oder blue-torbie heißen.
Im Übrigen sind (bis auf eine selten auftretende genetische Besonderheit) tortie und torbie Katzen grundsätzlich weiblich.

Die Begriffe in der Farbbezeichung der Katze reihen also folgende Informationen aneinander:
Grundfarbe oder Grundfarben + Fellmuster oder ohne Muster + mit weiß oder ohne + verdünnt oder nicht + silver oder nicht

Alles was zwischen unterschiedlichen Plus-Zeichen steht kann in jeder beliebigen Variation vorkommen.